Wussten Sie schon?


Hunde Haut & Fell erfüllen mehrere Aufgaben, als dass sie nur dazu dienen, den Hundehalter zu beschäftigen :)


Haut  ist größter Organ des Hundes und hat lebenswichtige Funktion u.a. als immunologische Grenzfläche & Austausch Organ.


Fell als Stimmung Ausdruck & Kommunikationsmittel mit anderen Hunden z.B. zum drohen sträubt der Hund seine Nackenhaare mit Hilfe von winzigen Muskeln an der Haarwurzelscheide.



Schutzfunktion der Haut gegen Nässe, Kälte, Hitze, Wind und Sonnenstrahlung ist gewährleistet, wenn Hundefell sauber und frei von Verfilzungen ist.


Abgestorbenes Fell sollte regelmäßig entfernt werden, damit sich nachwachsendes Haar entfallten kann und die Haut “atmen” kann.


Die optimale Talgproduktion gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Haut, genauso wie die Steuerung des zyklischen Fellwechsels vom dünneren Sommerfell zum dickeren Winterfell.








Schwitzen die Hunde?


Ja, die Hunde schwitzen, jedoch nicht über Haut wie Pferde oder Menschen, sondern über Sohlenballen und Nase.

Hundehaut hat 2 Arten von Drüsen, die Flüssigkeit produzieren.

Über die Haut des Hundes wird kein Schweiß ins Fell abgegeben, denn der Schweiß wird in den apokrinen und exokrinen Drüsen gebildet und letztere befinden sich beim Hund nur an der Nase und den Sohlenballen.

 

Wer also glaubt seinem Hund einen Gefallen zu tun, wenn er ihn im Sommer scheren lässt, liegt falsch und sollte wissen, dass es vor allem Grannenhaare sind, die gekürzt werden und deren Funktion ist Verletzungsschutz.


Abscheren (sog. Sommerschur) des Fells kann bei Hunden mit Unterfell und bei harthaarigen Hunderassen (z.B. Spitz, Terrier mit Rauhaar, Cocker, Husky, Golden Retriever) u.a. lokale Form der Haarlosigkeit (Post-Clipping Alopezie) hervorrufen, eine irreversible Krankheit.






 




Fellwechsel


Der Fellwechsel ist jahreszeitlich bedingt und lässt sich durch die Follikel Aktivität erklären.

Im anagenen Stadium liegt der Haarfollikel tief in der Dermis und das Haar wächst ca. 130 Tage lang (eine Ausnahme bildet der Afghanischen Windhund mit 18 Monaten).

Das katagene Stadium kommt das Wachstum des Haares zum Stillstand und die Haarscheide wandert in dieser Ruhephase nach oben.

Im telogenen Stadium fällt das Haar schließlich aus, nachdem sich der Follikel bis zur Öffnung der Talgdrüsen zurückbildete und die Haarwurzel eine konische Form annimmt.




Felltexturen


Typischstes Beispiel für den rauhaarigen Hund ist wohl der Rauhaardackel mit seinem rauen, spröden und struppig wirkenden Fell.

Allerdings gibt es nicht nur kurzhaarige Hunde mit Rauhaar, sondern auch Hunde mit mittellangem rauhaarigen Fell wie der Berger de Picardie.

Von einem glatthaarigen Hund spricht man wenn ein Hund glattes, glänzendes und eng am Körper anliegendes Fell hat, wie der Rottweiler oder wenn die Haare glatt sind und eine Länge von 5 bis 15 mm haben und entweder sehr fein z.B. Pinscher oder fein z.B. Whippet oder dicker wie Vorstehhund.

Beim seidigen Fell wird den meisten Hundeliebhabern wohl das sehr feine, geschmeidige und seidig weiche Fell des Setters einfallen und zum wolligen Fell passt kaum ein Vertreter besser als der Pudel mit seinen feinen Löckchen.

Die Zotteln eines Komondors, Hungarian Puli oder Bergamasco entstehen durch die Verflechtung des ausgefallenen Haaren, die sich an den festsitzenden Haaren entlang schieben und miteinander verfilzen.





Hundehaut 

pH. Wert


Hundehaut pH. Wert variiert zwischen 6,0 und 8,6.

Bei Menschen liegt der pH-Wert bei etwa 5,5.

Benutzen Sie bitte bei der Pflege ihres Hundes ausschließlich Hundeshampoos und niemals Menschen Pflegeprodukten.

Sie würden ihren Körper auch nicht mit Essig waschen wollen, oder? 

So fühlt es sich nämlich an, wenn Produkte mit falschen pH-Wert auf Hundehaut angewendet werden.

FCI

Die Fédération Cynologique Internationale ist die Weltorganisation der Kynologie gegründet 1911 in Paris.

FCI Aktivitäten u.a. Erfassung der Ergebnisse von internationalen Hundeausstellungen, Verleihung der Titel wie z.B. Internationaler Arbeits- Agility- und Schönheits-Champion (C.I.B.).

Zur Zeit anerkennt die FCI 359 verschiedenen Hunderassen.

Die Rassennomenklatur der FCI umfasst 10 Gruppen.